Ein ausgebrannter Traktor, der nicht mehr fahren kann, bewegt heute Menschen in ganz Österreich: Der ArtTractor, ein einzigartiges Kunst- und Sozialprojekt von Johannes Habich und Künstler Angelo Makula, gastiert von 16. bis 18. Oktober erstmals bei der Classic Expo im Messezentrum Salzburg. Besucherinnen und Besucher können das außergewöhnliche Kunstwerk in Halle 9 im Bereich des Hans-Peter Porsche Traumwerks erleben und gleichzeitig die Arbeit der Österreichischen Krebshilfe unterstützen.
Johannes Habich erhielt ihn als Dank einer Wiener Familie, nachdem er sich während der schweren Krebserkrankung ihres Sohnes Clemens besonders für diesen eingesetzt hate. Trotz einer Überlebenschance von nur zehn Prozent besiegte Clemens den Krebs und wurde anschließend einer der erfolgreichsten österreichischen Bahnradsportler. Er gewann insgesamt 19 österreichische Meistertitel. Bereits zuvor hatte der Traktor ein schweres „Schicksal“ überstanden: Als das gepachtete Bauernhaus der Familie auf der Kärntner Pack vollständig niederbrannte, blieb ausgerechnet der Porsche Junior als einziges erhalten.
Johannes Habich restaurierte den Traktor mit großer Leidenschaft und machte ihn zu einem bekannten Blickfang auf Kärntens Straßen. Doch das Schicksal schlug erneut zu. Am 20. August 2017 zerstörte ein durch einen Marder verursachter Kurzschluss und das daraus resultierende Feuer, die Garage und den geliebten Porsche Junior vollständig. Damit endete die bewegte Geschichte eines außergewöhnlichen Fahrzeugs, das zweimal mit dem Feuer verbunden war – zuerst als Überlebender, schließlich als Opfer. Ein Traktor mit einer Geschichte, die weit über Technik hinausgeht.
Für Habich war damit jedoch nicht das Ende der Geschichte erreicht. Gemeinsam mit Künstler Angelo Makula verwandelte er die erneut ausgebrannte Ruine in ein eindrucksvolles Kunstobjekt. Die Spuren des Feuers blieben bewusst sichtbar und wurden Teil seiner neuen Identität.
So entstand aus Zerstörung etwas Neues: ein Symbol für Hoffnung, Dankbarkeit und die Kraft des Neubeginns. Der ArtTractor fährt zwar nicht mehr, bewegt aber Menschen und unterstützt gleichzeitig einen guten Zweck.







