Krebshilfe-Logo

Hier spenden

Die Österreichische Krebshilfe Salzburg wurde 1958 unter dem Namen „Österreichische Krebsgesellschaft – Sektion Salzburg“ gegründet. Zum ersten Obmann des Vereins wurde der damalige Leiter der Landesfrauenklinik Salzburg Prim. Dr. Josef Wegleiter gewählt. Initiator der Vereinsgründung und treibende Kraft des Vereins war jedoch der Frauenarzt Dr. Otto Brunner.

Otto Brunner hatte zu jener Zeit bereits den enormen Stellenwert des sog. Krebsabstrichs erkannt, einer damals noch relativ neuen Methode zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Zur Untersuchung dieser Krebsabstriche gründete Otto Brunner mit Unterstützung der Österreichischen Krebsgesellschaft – Sektion Salzburg bereits im Jahr 1960 das erste darauf spezialisierte Labor im Bundesland Salzburg. Er motivierte auch die Frauen zur Teilnahme an dieser Untersuchung und unterwies die Kollegenschaft in der korrekten Durchführung der neuen Methode.

1961 wurde der damalige Landessanitätsdirektor Hofrat Dr. Anton Piotrowski zum neuen Obmann der Österreichischen Krebsgesellschaft – Sektion Salzburg gewählt. Geschäftsführendes Vorstandsmitglied war wieder Otto Brunner. In dieser Zeit mussten die Proponenten des Vereins eine Zunahme der Erkrankungen an Brustkrebs und Prostatakrebs feststellen. Der Radiologe Prim. Univ.-Prof. Dr. Franz Kainberger entwickelte und propagierte deshalb bereits 1977 eine Röntgen-Reihenuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs – eine Aktion, die als Vorläuferin des organisierten Mammographie-Screenings betrachtet werden kann. Aber auch eine Prostatakrebs-Studie, die noch immer laufende Kampagne zum Nichteinstieg bzw. zur Rauchentwöhnung in Zusammenarbeit mit dem sozialmedizinischen Dienst des Landes Salzburg, das Hautkrebs-Vorsorgeprojekt „Sonne ohne Reue“ und viele andere Aktionen zur Vorsorge- und Früherkennung von Krebserkrankungen und zur Aufklärung der Bevölkerung entstanden in dieser Zeit. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel wurden über Spenden im Rahmen von Haus- und Straßensammlungen sowie über Mitgliedsbeiträge aufgebracht. Im Jahr 1988 erfolgte die Umbenennung des Vereins in „Österreichische Krebshilfe Salzburg“.

1991 wurde Obermedizinalrat Dr. Otto Brunner dann selbst zum Obmann des Vereins gewählt. Prominente Vorstandsmitglieder in dieser Zeit waren die Chirurgen Prim. Univ.-Prof. Mag. Dr. Hannes Steiner und Prim. Univ.-Prof. Dr Erich Moritz, der Radiotherapeut Prim. Univ.-Prof. Dr. Hans-Dieter Kogelnik und der Onkologe Prim. Dr. Hubert Hausmaninger. Otto Brunner konnte für den Verein ein Geschäftslokal in der Mertensstraße 13 ankaufen, wo im Jahr 1992 die Beratungsstelle der Österreichischen Krebshilfe Salzburg eröffnet wurde.

Im Jahr 1998 wurde dann der Frauenarzt und Pathologe bzw. Zytodiagnostiker Univ.-Doz. DDr. Anton-H. Graf zum ehrenamtlichen Präsidenten der Österreichischen Krebshilfe Salzburg gewählt. Zeitgleich übernahm Mag. Hertha Gran die Geschäfstführung des Vereins. Seit dem Jahr 2008 ist Mag. Stephan Spiegel Geschäftsführer der Österreichischen Krebshilfe Salzburg. 

Unter der Leitung von Univ.-Doz. DDr. Anton-H. Graf und Mag. Stephan Spiegel wurde das Angebot der Krebshilfe Salzburg intensiv ausgebaut. Ab 2008 wurde mit dem Ausbau der Beratungsangebote begonnen. Seit Ende 2013 ist die Krebshilfe in allen Bezirken des Landes mit einer Beratungsstelle vertreten. Ausgebaut wurden auch die Veranstaltuzngsangebote für Betroffene, Angehörige und Interessierte.

Das ursprüngliche Konzept der Gründer, erkrankten Menschen und deren Angehörigen eine Hilfestellung oder persönlichen Begleitung – vor allem auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus – anzubieten, hat sich als richtig und notwendig herausgestellt. Hinzugekommen ist in den letzten Jahren der Wunsch der Bevölkerung nach Beratungen zur Prävention, Vorbeugung und Früherkennungsmaßnahmen.

Die Krebshilfe informiert regelmäßig über Ihre Arbeit in den aktuellen Jahresberichten.